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Deflation - Inflation - Hyperinflation - Staatsbankrott - Währungsreform
Die weltweite Schuldenspirale wächst unaufhaltsam weiter
Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob denn nun die geplatzte Immobilienblase oder irgendeine sonstige Blase die Ursache der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise ist. Ich finde es hilfreich, die Zusammenhänge von einer höheren Warte zu beobachten. Dabei wird schnell klar, dass die meisten Krisen der letzten Jahre und Jahrzehnte, eine Kernursache gemeinsam haben. Der Kern des Problems ist eine ungeheure globale Verschuldung, deren Ursprung in einer gigantischen, staatlichen und privaten Verschuldungsorgie liegt.Das Vertrauen in den Staat und seine Politiker erweist sich dabei, wie so oft in der Geschichte der Menschheit, als nicht gerechtfertigt. Unbeeindruckt von allen Ereignissen maßt sich die Politik an (nach dem Vorbild einer keynesianischen Wirtschaftssteuerung), die Wirtschaft und die Konjunktur nach Belieben steuern zu können. Diese Annahme ist ebenso unsinnig, wie der Glaube an ein unendliches Wirtschaftswachstum auf einem begrenzten Planeten.
Papiergeldsysteme die auf einem Zinseszinssystem aufbauen haben eine begrenzte Lebensdauer
Diese Zusammenhänge werden in meinem Video (siehe Homepage Videos) ausführlich erläutert. Sie sind von entscheidender Bedeutung, um zu erkennen, dass unsere Währungssysteme sich in ihrer Endphase befinden und somit entscheidende Veränderungen bevorstehen. Selbstverständlich sieht der Staat seine Aufgabe darin, seinen Bürgern ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Dies wird er auch bis zum bitteren Ende tun, da nur so die erforderliche Staatsentschuldung auf Kosten der Steuerzahler und Geldbesitzer stattfinden kann. Am Ende geht es dem Staat nicht anders als einem Unternehmen oder einer Privatperson die heillos überschuldet ist. Allerdings hat ein Staat einige Mittel und Möglichkeiten, diesen Prozess recht lange hinaus ziehen.Die Möglichkeit vorhandenes Vermögen zu schützen, besteht in der Umschichtung von Papiergeldern in breit gestreute Sachwerte (siehe Artikel „Sachwerte - die besten Sachwerte für Sicherheit in der Finanzkrise“).
Die Geldmenge steuert Inflation und Deflation
Die Zusammenhänge zwischen Geldmenge, Inflation und Deflation möchte ich hier auf einen ganz einfachen Nenner bringen. Nehmen wir als Ausgangsbasis ein beliebiges Land in welchem eine bestimmte Menge an Gütern und Dienstleistungen vorhanden sind. Diesen Gütern und Dienstleistungen steht eine vorhandene Geldmenge gegenüber. Wächst nun diese Geldmenge schneller als der Wert der Güter und Dienstleistungen, verliert das Geld an Wert. Man spricht von Inflation. Bei dem umgekehrten Prozess, der Deflation, sinkt die Geldmenge im Vergleich zu denen vorhandenen Gütern und Dienstleistungen und diese werden somit billiger. Die Hyperinflation definiert Wikipedia wie folgt: „Hyperinflation ist eine Form der Inflation, in der sich das Preisniveau sehr schnell erhöht. Es gibt keine allgemein akzeptierte Definition, aber eine verbreitete Faustregel spricht von einer Hyperinflation ab einer monatlichen Inflationsrate von 50%, die einer jährlichen Rate von ca. 13.000% entspricht“. Sicher stimmen mir viele zu, dass diese Definition sehr realitätsfremd ist.Sicher ist diese vereinfachte Betrachtung von weiteren Faktoren abhängig, da es für Inflation und Deflation weitere Facetten gibt. So gibt es Situationen in denen eine Deflation bei den Vermögenswerten stattfindet, während ansonsten durchaus eine Inflation existent. Glauben Sie nicht den offiziell ausgewiesenen Inflationsraten, Sie finden im Internet ausreichend gute Quellen für die echten Zahlen.
Was kommt als nächstes: Inflation, Deflation oder Währungsreform?
Aus dem Chart der Entwicklung der Geldmengen der USA werden zwei Dinge schnell ableiten:
1. Die Geldmengen wachsen wesentlich schneller als die Wirtschaft
2. Es handelt sich um eine Exponentialfunktion, die am Ende immer schneller wächst
Dies erklärt, warum wir uns inzwischen bei staatlichen Rettungsaktionen an Milliarden Summen gewöhnen mussten. Der Staat musste daher in einer gigantischen Rettungsaktion das Banken- und Finanzsystem stützen, um den drohenden, kompletten Systemkollaps zu verhindern. Nur so ist es zu erklären, weshalb allein über 100 Milliarden Euro in die Rettung der Hypo Real Estate geflossen sind. Damit wurden die Staatsschulden in sehr kurzer Zeit in unglaubliche Höhen getrieben. In noch viel größerem Umfang findet die Verschuldung und Ausdehnung der Geldmengen in den USA statt.
Unser Hauptproblem wird daher zukünftig die Inflation sein, wobei es zwischenzeitlich durchaus deflationäre Phasen geben kann. Der Währungsschnitt (Währungsreform) wird als endgültige Lösung anstehen. Dieser Schritt kann jedoch zu jedem Zeitpunkt erforderlich werden. Bereits 2008 stand unser gesamtes Finanzsystem kurz vor dem Zusammenbruch. Ein solcher Zusammenbruch ist jederzeit möglich, wenn weitere kritische Ereignisse auftreten.
Die angespannte Situation verschärft sich durch die sprunghaft angestiegenen Staatsausgaben zur Belebung der Konjunktur und Stützung des Arbeitsmarktes. Gleichzeitig verringern sich die Einnahmen des Staates drastisch durch den Konjunktureinbruch in einem sehr hohen Maße.
Staatsverschuldung und Staatsbankrott - ist Griechenland die Ausnahme?
Das Bild zeigt wie kritisch der Verschuldungsgrad vieler Länder inzwischen ist. So wird der drohende Staatsbankrott Griechenlands bald für weitere Länder eine echte Bedrohung sein. Wenn nun viele der selbst angeschlagenen EU-Länder Griechenland unterstützen müssen, wird dies die eigene Situation weiter verschärfen.Der Fokus bei der Staatsverschuldung liegt fast ausschließlich auf der expliziten Staatsverschuldung, die in Deutschland aktuell bei etwa 1,6 Billionen Euro liegt. Das Bild verdunkelt sich, zieht man die implizite Staatsverschuldung mit heran. Hierbei werden auch die Zahlungsverpflichtungen, die sich aus den umlagefinanzierten Sozialversicherungssystemen ergeben (Rentenversicherung, Beamtenversorgung, etc.). Diese Schulden betragen dann für Deutschland bereits bei über 7,5 Billionen €.
Hier die implizite Staatsverschuldung in % des Bruttoinlandsprodukts einiger Länder
USA = 570%Großbritannien = 530%
Frankreich = 255%
Deutschland = 260%
Was versteht man unter einem Staatsbankrott?
Der Begriff „Staatsbankrott“ ist schwierig zu definieren. Generell liegt ein Staatsbankrott dann vor, wenn ein Staat seine Zahlungsverpflichtungen teilweise oder komplett nicht mehr erfüllen kann.Doch im Gegensatz zu einem Unternehmen das bankrott ist, wird hier kein Insolvenzverfahren
eingeleitet. Die betroffenen in- und ausländischen Bürger und Schuldner des Staates, haben keinerlei Handhabe, wie sie gegen den Staat vorgehen können. Somit ist der Staatsbankrott für die Betroffenen ein unwiederbringlich abzuschreibender Vermögensverlust.
Bei den externen Schulden, erleiden die in und ausländischen Besitzer der Staatsanleihen entsprechende Verluste. Dies betrifft auch alle Besitzer von Lebensversicherungen und Rentenversicherungen, da diese zu 70-80 % in festverzinste Wertpapiere investiert haben. Daher rate ich Gelder aus Lebensversicherungen in sichere Sachwerte zu investieren.
Bei den internen Schulden haben alle Bürger, die Ansprüche aus den Sozialversicherungssystemen haben das Nachsehen.
Der Staatsbankrott ist unvermeidbar
Eine raffinierte Handhabe, die beiden oben genannten Gruppen (externe und interne Gläubiger) gleichermaßen zu treffen, ergibt sich aus der Möglichkeit, über längere Zeit zu inflationieren. Dabei werden sämtliche Zahlungsversprechen nominal zwar erfüllt, allerdings mit drastisch entwertetem Geld. Mit einem solchen Szenario sollten Sie rechnen und sich strategisch vorbereiten (Tausch von Geldwerten in Sachwerte zum Beispiel Edelmetalle, Öl, Immobilien, Rohstoffe, Holz, alternative Energien, Agrarprodukte, Land).Die Sozialsysteme und die Schulden der westlichen Industrienationen sind auf Dauer nicht bezahlbar. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wann und in welcher Form es zu den ersten Einschnitten kommen wird. Wird es eine längere inflationäre Phase geben oder ist die Lösung ein frühzeitiger Währungsschnitt? So gesehen ist Inflation nur eine schöne Formulierung für das Wort Staatsbankrott.
Wie sollte man am besten vorgehen?
Mit dem Wissen was auf uns zukommt ist es nicht getan. Lassen Sie sich nicht zu sehr von den Massenmedien beeinflussen, die bereits mehrfach das Ende der Krise vorher gesagt haben.Wichtig ist es überlegt und strategisch zu planen und zu handeln.
1. Erster Schritt: Erstellen Sie eine Aufstellung aller vorhandenen Vermögenswerte, Anlagen und Verbindlichkeiten.
2. Zweiter Schritt: Werden Sie sich klar darüber, zu wieviel Prozent Sie in den verschiedenen Anlageklassen investiert sind. Beachten Sie dabei auch ihre Rentenansprüche, die in der Regel über die Rentenversicherung oder ein Versorgungswerk vornehmlich aus Rentenpapieren und Staatsanleihen bestehen.
3. Dritter Schritt: Legen Sie eine Strategie fest, wie und in welcher Form ihre Vermögenswerte in Sachwerte aufgeteilt und investiert werden sollen.
4. Vierter Schritt: Setzen Sie die Strategie um. Nun ist es wichtig, in den jeweiligen Anlagesklassen die richtigen und besten Partner und Lösungen zu finden. In dem Schaubild finden Sie Ideen und Anregungen für nachhaltige und sichere Sach- und Substanzwerte.
Wer bei diesem Prozess professionelle Unterstützung und Beratung sucht, kann sich an mich wenden. In einem unverbindlichen Telefonat oder Gespräch können wir prüfen, ob die jeweiligen Vorstellungen und Erwartungen zu einander passen. Ist diese Basis vorhanden, steht einer erfolgreichen und langfristigen Zusammenarbeit nichts im Wege.
Mit den besten Grüßen
Ihr
Michael Rehberger
Eingestellt am 13.02.2010 von M. Rehberger
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4 Kommentare zum Artikel "Deflation - Inflation - Hyperinflation - Staatsbankrott - Währungsreform":
Habe bislang nur wenige gute Seiten zu dem Thema gefunden. Zu suchen kann sich aber scheinbar durchaus lohnen. Dann lassen sich sogar noch solch nette Seiten wie diese hier finden. Finde ich echt klasse beschrieben.
Ein herzliches Dankeschoen an die Schreiber der Berichte dieser Seite, die ich wirklich sehr gut und informativ beschrieben finde. Hatte heute endlich mal Gelegenheit mir die Seite in Ruhe durchlesen zu koennen. Habe bei der Suche nach dem Thema selbst exotischste Wortgruppen in allen moeglichen Suchmaschinen eingegeben und bislang verschwindend wenig dazu gefunden. Aber die Seite hier ist auf jeden Fall empfehlenswert und durchaus ein Bookmark in meinen Favoriten sowie meine Weiterempfehlung wert (-:
Die EZB kauft die griechischen Anleihen direkt von Frankreich ab. Frankreich entledigt sich so 25 Mrd Euro Schrottpapiere und die braven Deutschen verpflichten sich freiwillig bis Mai 2013 die selbst gekauften Schuldtitel Griechenlands nicht zu veräuße...
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