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Entwicklungen der Finanzmärkte Stand 15.12.2008
Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich zuletzt weiter zugespitzt. Im Oktober wurden mit 533.000 abgebauten Stellen so viele Arbeitsverhältnisse aufgelöst wie seit der Rezession des Jahres 1974 nicht mehr. Für das bisherige Jahr ergibt sich ein Verlust von knapp 2 Mio. Arbeitplätzen. Dementsprechend kletterte die Arbeitslosenrate im November auf 6,7%, den höchsten Stand seit 1993.
Auch in der Eurozone ist die konjunkturelle Stimmung weiterhin düster, wie die letzten Daten aus Deutschland zeigen. Nach einem Rekordeinbruch von 8,3% M/M im September sind die deutschen Auftragseingänge im Oktober abermals um 6,1% M/M bzw. 17,3% J/J zurückgegangen. Nach der Leitzinssenkung der EZB in der Vorwoche hat die Schweizer Nationalbank (SNB) heute erwartungsgemäß das Zielband für den 3-Monats-CHF-LIBOR um 50 Basispunkte auf Null bis 1 Prozent abgesenkt.
Der Dollar gab im Wochenverlauf kräftig gegenüber dem Euro nach. Die Währung wurde von der Sorge bezüglich des Scheiterns des Rettungspakets für die US-Autokonzerne im Senat belastet und erreichte mit Niveaus von über 1,32 den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Die Geldmärkte wurden in der vergangenen Woche weitgehend durch die erfolgten bzw. noch anstehenden Notenbanksitzungen und der Markterwartung sinkender Leitzinsen geprägt, wodurch die Geldmarktsätze deutlich abrutschten. Aufgrund des hohen Liquiditätsbedarfs am Jahresende könnte sich bis Ultimo jedoch erneut eine Anspannung an den Geldmärkten ergeben, was die Aufschläge gegenüber den jeweiligen Leitzinssätzen entsprechend ansteigen lassen würde. Nachdem die längerfristigen US-Renditen in der Vorwoche teilweise auf den tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahrzehnten fielen, zeigte sich zuletzt eine leichte Normalisierung. Dieser Trend war noch stärker in der Eurozone ausgeprägt.
Im Kurzlaufbereich traten in den USA jedoch in Folge der Finanzkrise erstaunliche Anomalien auf:
So stellten Anleger bei der Emission von Staatspapieren mit 4-wöchiger Laufzeit erstmals der US-Regierung einen Kredit mit negativer Verzinsung zur Verfügung! Bei am Markt gehandelten 3-Monatspapieren ergab sich im Wochenverlauf kurzzeitig ebenfalls eine negative Rendite, was das zunehmende Misstrauen der Anleger in die wirtschaftliche und insbesondere finanzwirtschaftliche Stabilität der USA verdeutlicht.
Die Ölpreise konnten sich in der abgelaufenen Woche deutlich erholen. Diverse Opec-Mitglieder versuchten durch ihre entschlossene Haltung vor dem Opec-Treffen in Algerien am 17. Dezember den Ölpreis mit diversen Kommentaren zum „erforderlichen“ Quotenkürzungsbedarf nach oben zu treiben. Aufgrund des hohen Einnahmerückgangs der Opec-Staaten in den letzten Monaten und der sich abzeichnenden Koordinierung mit Russland, wird mit einer drastischen und effektiven Quotenkürzung gerechnet, was den Ölpreis tendenziell weiter nach oben treiben sollte. Die meisten Aktienindizes tendierten in der abgelaufenen Woche stärker. Ende der Vorwoche wurden diese noch durch die extrem schlechten US-Arbeitsmarktdaten belastet. Zu Wochenbeginn profitierten die Märkte durch die Ankündigung großer staatlicher Investitionsvorhaben durch den designierten US-Präsidenten und auch der signalisierten Bereitschaft den US-Autokonzernen finanziell unter die Arme greifen zu wollen.
DISCLAIMER
Dieser Newsletter wurde von der IMB Vermögensverwaltung GmbH, Wien, erstellt. Die darin enthaltenen Informationen stellen nur allgemeine Annahmen und Informationen dar, jedoch in keiner Weise irgendeine Form der Beratung, Empfehlung oder der Finanzanalyse.
Die im Newsletter enthaltenen Annahmen und Informationen stammen zwar aus Quellen, die als zuverlässig gelten. Sie erheben jedoch in keiner Weise den Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit, weshalb sie auch nur als bedingt verlässlich gelten können. Die getroffenen Annahmen müssen insbesondere nicht eintreffen und stellen insoweit nur eine persönliche Einschätzung dar. Die IMB Vermögensverwaltung GmbH, Wien, übernimmt daher keine Haftung für Nachteile, die direkt aus der Verwendung dieses Dokuments oder seines Inhalts entstehen.
Auch in der Eurozone ist die konjunkturelle Stimmung weiterhin düster, wie die letzten Daten aus Deutschland zeigen. Nach einem Rekordeinbruch von 8,3% M/M im September sind die deutschen Auftragseingänge im Oktober abermals um 6,1% M/M bzw. 17,3% J/J zurückgegangen. Nach der Leitzinssenkung der EZB in der Vorwoche hat die Schweizer Nationalbank (SNB) heute erwartungsgemäß das Zielband für den 3-Monats-CHF-LIBOR um 50 Basispunkte auf Null bis 1 Prozent abgesenkt.
Der Dollar gab im Wochenverlauf kräftig gegenüber dem Euro nach. Die Währung wurde von der Sorge bezüglich des Scheiterns des Rettungspakets für die US-Autokonzerne im Senat belastet und erreichte mit Niveaus von über 1,32 den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Die Geldmärkte wurden in der vergangenen Woche weitgehend durch die erfolgten bzw. noch anstehenden Notenbanksitzungen und der Markterwartung sinkender Leitzinsen geprägt, wodurch die Geldmarktsätze deutlich abrutschten. Aufgrund des hohen Liquiditätsbedarfs am Jahresende könnte sich bis Ultimo jedoch erneut eine Anspannung an den Geldmärkten ergeben, was die Aufschläge gegenüber den jeweiligen Leitzinssätzen entsprechend ansteigen lassen würde. Nachdem die längerfristigen US-Renditen in der Vorwoche teilweise auf den tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahrzehnten fielen, zeigte sich zuletzt eine leichte Normalisierung. Dieser Trend war noch stärker in der Eurozone ausgeprägt.
Im Kurzlaufbereich traten in den USA jedoch in Folge der Finanzkrise erstaunliche Anomalien auf:
So stellten Anleger bei der Emission von Staatspapieren mit 4-wöchiger Laufzeit erstmals der US-Regierung einen Kredit mit negativer Verzinsung zur Verfügung! Bei am Markt gehandelten 3-Monatspapieren ergab sich im Wochenverlauf kurzzeitig ebenfalls eine negative Rendite, was das zunehmende Misstrauen der Anleger in die wirtschaftliche und insbesondere finanzwirtschaftliche Stabilität der USA verdeutlicht.
Die Ölpreise konnten sich in der abgelaufenen Woche deutlich erholen. Diverse Opec-Mitglieder versuchten durch ihre entschlossene Haltung vor dem Opec-Treffen in Algerien am 17. Dezember den Ölpreis mit diversen Kommentaren zum „erforderlichen“ Quotenkürzungsbedarf nach oben zu treiben. Aufgrund des hohen Einnahmerückgangs der Opec-Staaten in den letzten Monaten und der sich abzeichnenden Koordinierung mit Russland, wird mit einer drastischen und effektiven Quotenkürzung gerechnet, was den Ölpreis tendenziell weiter nach oben treiben sollte. Die meisten Aktienindizes tendierten in der abgelaufenen Woche stärker. Ende der Vorwoche wurden diese noch durch die extrem schlechten US-Arbeitsmarktdaten belastet. Zu Wochenbeginn profitierten die Märkte durch die Ankündigung großer staatlicher Investitionsvorhaben durch den designierten US-Präsidenten und auch der signalisierten Bereitschaft den US-Autokonzernen finanziell unter die Arme greifen zu wollen.
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Für Anlageempfehlungen die selbst in diesen unruhigen Zeiten gute Ergebnisse ermöglichen, melden Sie sich bei mir.
Ihr
Michael Rehberger
Eingestellt am 22.12.2008 von M. Rehberger
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