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Investieren statt spekulieren

Wikipedia definiert die beiden Begriffe wie folgt:
Investition: „die „Verwendung finanzieller Mittel“ oder die Anlage von Kapital in Vermögen bzw. Geldkapital, um damit neue Geldgewinne, oder höhere Geldgewinne aus bestehenden Unternehmungen zu bekommen. Enger gefasst und am gebräuchlichsten ist der Begriff bei langfristigen Sachanlagen.“
Spekulation: „Spekulation bezeichnet in der Wirtschaftssprache kurzfristige Investitionen, die aufgrund höherer Risiken meist eine höhere Rendite haben (lat. speculor: ich erspähe). Schlägt die Spekulation fehl, so können Spekulationsverluste bis zum Totalverlust entstehen.“
Nach meiner Definition geht beim Investieren darum, Gelder hochgradig planbar, zu guten Renditen, mit automatischem Inflationsausgleich und hoher Sicherheit, selbst in Krisen, anzulegen. Daher verfechte ich eine Sachwertstrategie bei der das meiste Vermögen in reale Werte (Real Investments) angelegt wird. Gerade bei möglichen Krisen an den Finanzmärkten, die von immer mehr Experten erwartet werden, muss die Erhaltung des Kapitals das oberste Ziel sein. Dies erfordert eine sorgfältige Prüfung und Auswahl der in Betracht kommenden Anlagen die in solide, physische Sachwerte investieren.
Im Gegensatz dazu steht bei der Spekulation ein höher, kurzfristiger Gewinn im Fokus. Dem gegenüber stehen die Verlustgefahren die häufig erst dann zum Vorschein kommen, wenn es zu spät ist. Spekulation findet überwiegend in Geldwerten und in Phasen der Übertreibung statt (siehe Aktienmärkte 2000). Die Gefahr besteht darin, dass viele Anleger meinen in sicheren Investitionen angelegt zu haben während sie in Wirklichkeit spekulativ investiert sind.
Die aktuelle Situation zeigt die Gefahren
So fließen aktuell Milliarden in die verschiedensten Varianten von Zertifikaten. Diese Anlageform ist rechtlich nichts anderes als eine Inhaberschuldverschreibung. Das wiederum bedeutet für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit der herausgebenden Bank oder Investmentgesellschaft, ein maximales Risiko bis zum Totalverlust. Die Subprimekrise und die Zahlungsunfähigkeit der fünftgrößten US-Investmentbank „Bear Stearns“, vermittelt uns eine erste Idee ob solche Szenarien möglich sind.So haben in den letzten Monaten viele Anleger große Summen in Garantiezertifikaten verloren, die vielen davor als sicher erschienen.
Ich möchte der Spekulation nicht die Daseinsberechtigung absprechen, doch zuerst sollte ein ausreichendes Grundvermögen in Sachwerten investiert sein.
Sollte es nicht zum Nachdenken anregen, wenn wir hören, dass die ganz großen Investoren dieser Welt (George Soros, Nicolas Berggruen, Ted Turner, etc.) verstärkt in reale Sachwerte investieren und den Finanz- und Währungssystemen immer weniger trauen?
Fragen Sie sich daher vor jeder Entscheidung: Will ich investieren oder spekulieren?
Es lohnt sich für Sie genau zu prüfen, ob eine scheinbar sichere Investition in Wirklichkeit nicht doch nur eine versteckte und risikoreiche Spekulation ist. Profitieren Sie von meiner Erfahrung.
Eingestellt am 09.07.2008 von M. Rehberger
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