Wie sicher sind Investmentfonds und andere Geldanlagen

In den aktuellen Turbulenzen der Kapitalmärkte, stellen sich viele Anleger zurecht die Frage nach der Sicherheit Ihrer Geldanlagen.

Investmentfonds

Anleger in Investmentfonds können hier Ruhe bewahren. Das Guthaben welches in den jeweiligen Fonds vorhanden ist, gehört dem Anleger unabhängig von der wirtschaftlichen Situation der Bank oder Investmentgesellschaft die diese verwahrt. Hintergrund ist, dass Investmentfonds Sondervermögen sind und daher nicht in eine Konkursmasse einfließen können, sondern eigenständig erhalten bleiben.

Dieses so genannte Sondervermögen muss klar von dem eigenen Vermögen einer Investmentgesellschaft getrennt werden. Auch eine Haftung für Verbindlichkeiten der Investmentgesellschaft oder Bank sind ausgeschlossen. Damit ist klar geregelt, dass diese Vermögenswerte einzig den Inhabern der Investmentfondsanteile gehören.

Bei der Auswahl müssen Sie daher hauptsächlich auf die Qualität des Investmentfonds und dessen Management achten.

Jedoch kann eine zu geringe Größe eines Investment- oder Dachfonds zu einer teuren Falle werden. Wenn Sie Ihr Depot im Jahr 2008 im Hinblick auf die Abgeltungssteuer optimieren, sollten Sie auf eine gewisse Mindestgröße der Fonds achten. Hintergrund ist hier, dass ein Investmentfonds erst ab einem Volumen von etwa 10 Mio. Euro auf Dauer wirtschaftlich arbeiten kann. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn gerade aktuell werden viele neue Dachfonds aufgelegt, von denen viele wieder geschlossen werden.
Es wäre mehr als ärgerlich, wenn nach wenigen Jahren ihr Fonds geschlossen wird und sie dann nur noch die Möglichkeit haben, voll Abgeltungssteuerpflichtig anzulegen.

Girogelder, Sparkonten und Termingelder

Hierbei greifen unterschiedliche Sicherungssysteme. Bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken gibt es mehrstufige Institutssicherungen. Kommt ein Institut in Schieflage, springen andere ein und sichern die Einlage bis zu 100 Prozent.

Bei den Privatbanken gibt es einerseits die gesetzliche Einlagensicherung. Sie sichert 90 % der Einlagen eines Sparers je Bank, höchstens jedoch 20.000 Euro ab.
Darüber hinaus gibt es einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds, den die meisten deutschen Privatbanken angehören. Theoretisch sichert dieser je Kunde bis zu 1,5 Millionen Euro ab. Allerdings kann dabei die BaFin ein sechswöchiges Moratorium verhängen, während dessen alle Einlagen eingefroren sind.

Bei allem diesen Sicherungssystemen bleibt jedoch die Frage was tatsächlich passiert, wenn Banken in einem größeren Ausmaß Zahlungsprobleme bekommen?

Zertifikate

Zertifikate, auch wenn die Garantiezertifikat heißen, sind rechtlich nichts anderes als Inhaberschuldverschreibungen. Das bedeutet, dass bei Ausfall des Emittenten (Herausgeber des Zertifikat) das Risiko eines Totalverlustes besteht.
Diese Erfahrung müssen gerade Anleger machen, die Zertifikate der US Bank Lehman Brothers hatten. Zum Glück, war diese Bank nur in sehr kleinem Umfang ein Herausgeber von Zertifikaten.
Als Anleger sollten Sie diese Tatsache bei einer Entscheidung für Zertifikate immer im Hinterkopf behalten.

Kapitallebensversicherungen

Für deutsche Lebensversicherer gibt es eine Auffanglösung namens Protektor. Diese wurde bereits bei der insolventen Mannheimer Lebensversicherung aktiv. Die Kunden mussten hier zwar keine Verluste hinnehmen, jedoch empfindliche Renditeeinbußen, da nur noch der Garantiezins gezahlt wurde.
Hierbei muss unterschieden werden, zwischen der klassischen Kapitallebens- oder Rentenversicherung und den entsprechenden fondsgebundenen Varianten. Bei diesen wiederum sind die enthaltenen Investmentfonds unantastbares Sondervermögen des Anlegers.

Selbst bei Lebensversicherungen stellt sich die Frage, was passieren würde, wenn mehrere Gesellschaften von einem Konkurs betroffen wären.

Nach meiner Meinung, ist es im aktuellen Umfeld sehr empfehlenswert die bestehenden Geldanlagen klar sachwertorientiert umzuschichten bzw. zu investieren. Damit besteht höchstmögliche Sicherheit verbunden mit der Aussicht auf attraktive Renditen. Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, weshalb ich Ihnen empfehle Geldwerte so gering wie möglich zu halten, lesen Sie meinen Artikel „Sachwerte versus Geldwerte“ im Bereich News meiner Homepage.

Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an mich.

Ihr

Michael Rehberger



Eingestellt am 05.10.2008 von M. Rehberger
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2 Kommentare zum Artikel "Wie sicher sind Investmentfonds und andere Geldanlagen ":

Trackback von fond lebensversicherung am 11.02.2010
Ich stiess heute auf die wirklich guten Ausfuehrungen zum Thema Wie sicher sind Investmentfonds und andere Geldanlagen - News ... auf dieser Seite und bin angenehm ueberrascht, dass sich unter der Masse an alten sowie neueren Infos dazu noch Seiten wie diese finden lassen, die einen Wiederbesuch durchaus wert sind (-: Vielen Dank fuer die guten Berichte. Die sind mir in jedem Fall ein Bookmark in meinen Favoriten wert!
Trackback von anteil rentenversicherung am 07.03.2010
Kann man drueber streiten. Die einen sehen es so - andere wieder anders. Man wird es niemals allen zugleich recht machen koennen. Aber die Beitraege dazu finde ich echt Klasse. Wenigstens mal eine Seite die zu dem Thema etwas lesbares zum Vorschein bringt. Habe sie deshalb auch gleich mal in meinen Favoriten abgespeichert.

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